Der Sündenbock

BILD: Herr Mauser, nach aktuellem Gerichtsbeschluss sollen Sie an die 21000 Euro an den Freistaat zurückzahlen  Werden Sie das Urteil akzeptieren?

Mauser:  „Ich werde mich mit meinem Anwalt beraten, aber ich gehe davon aus, dass wir das nicht akzeptieren und die Entscheidung vom Verwaltungsgerichtshof München überprüfen lassen.“

BILD: Wieviel haben Sie die Sexualprozesse bis jetzt gekostet?

Mauser: „Ich hab's gestern nochmal überschlagen, ich schätze rund 220000 Euro. Mein ganzes Erbe ging drauf. Aber es sind ja nicht nur die Kosten, sondern auch aufgelöste Verträge wie mit dem Mozarteum oder der Salzburg-Biennale, sowie entgangene Honorare, etwa für Vorträge oder sonstige Engagements. Also dürfte der materielle Schaden bei über einer Million Euro liegen."

BILD: Über Ihnen hängt ja noch das Damoklesschwert einer Haftstrafe. Ihnen drohen zwei Jahre und 9 Monate Haft...

Mauser: „Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Wir haben Revision eingelegt und warten auf die Entscheidung des Bundesgerichtshofs. Auf Grund der langen Wartezeit sind wir vorsichtig optimistisch. Ich soll wegen angeblichen „Grapschens“ fast drei Jahre ins Gefängnis. Das ist doch absurd."

BILD: Wie halten Sie das Ganze aus?

Mauser: „Ohne meine Frau Amélie, meine Kinder und medizinisch-psychologische Hilfe könnte ich das niemals durchstehen. Vermutlich wär ich schon längst aus dem Fenster gesprungen. Meine ganze Existenz wurde vernichtet, und ich wurde öffentlich hingerichtet."

BILD: Wem geben Sie die Schuld für Ihre „Hinrichtung“?

Mauser: „Ich sehe mich als ein Opfer des Zeitgeists, und der Menschen und Institutionen, für die ich nun als Sündenbock herhalten soll, wie dem bayerischen Kultusministerium. 

BILD: Welche Fehler schreiben Sie sich selbst zu?

Mauser: „Ich habe zu übermütig und zu fahrlässig gelebt und Verführungen zu leicht nachgegeben. Und ich habe einen vielleicht zu naiven Umgang mit den Menschen gepflegt, das heißt, ich habe es gar nicht gemerkt, dass ich manchmal Erwartungen nicht erfüllen konnte. Dennoch habe ich niemals die Grenzen der Selbstbestimmung überschritten oder gar gewaltsam gegen den Willen einer Person gehandelt."

BILD: Was wünschen Sie sich für Ihre Zukunft?

Mauser: „Ich wünsche mir, dass ich meine wohlverdiente Pension zugesprochen bekomme, um mit meiner Frau in den kommenden Jahren in Frieden und Freiheit zu leben."

 

 

 

Auf den folgenden Unterseiten können sich Interessierte - jenseits der größtenteils einseitigen und hetzerischen Medienberichte - bezüglich unseres "Actus tragicus" informieren, u.a. hier die

Stellungnahme meines Mannes zu den Vorwürfen von Christine Schornsheim (FAZ, 24.10.2018):

"Ein Bild, das mich entstellt"